| Ein Torhaus von 1911/12 (in dem sich Heute die von uns hochgeschätzte
Hotelalternative Oberhausens "IN HOSTEL VERITAS" befindet) und ein
Werkstattgebäude von 1922 (die heutige Eventhalle „Schacht1“) zeugen
heute noch von der ersten Hüttenzeche des Ruhrgebiets. Die imposanten Malakowtürme aus der Gründungszeit 1854 - 57 und Bauten späterer Ausbauphasen haben die Zeit nicht überdauert. Bevor die Zeche Oberhausen, damals noch "Königsberg" genannt, von Franz Haniel gegründet wurde, hatten andere Bergbauinteressenten auf den Grubenfeldern am Lipperheidenbaum die Anlage einer Zeche geplant. Aber ihre finanziellen Mittel reichten nicht aus. Erst als Haniel die Grubenfelder in seinen Besitz brachte, konnte der Plan realisiert werden. Haniel, Miteigentümer der Gutehoffungshütte (GHH), wollte die Hochöfen der Hütte von Holzkohle auf Koks umstellen. Gleichzeitig ging es ihm darum, das Eisen- und Walzwerk mit eigener Kohle zu versorgen. 1857/58 nahm die Zeche die Förderung auf und erreichte vor dem Ersten Weltkrieg ihren Förderhöchststand. Nach 1873 erhielt das Bergwerk im nördlichen Feld neue Schachtanlagen, aus denen eigene GHH-Zechen hervorgingen: Osterfeld 1873, Sterkrade 1897 und Vondern 1898. Nachdem 1908 Schacht 1 der Zeche Oberhausen zu Bruch ging, baute die GHH neue Übertageanlagen und teufte neue Schächte anstelle der alten ab. Die Weltwirtschaftskrise führte für die Zeche Oberhausen 1931 zur Stilllegung. | |

Die GHH nutzte daraufhin das Bergwerk auf ganz ungewöhnliche Weise: In 609 m Tiefe auf der 7. Sohle richtete sie ein Schaubergwerk ein, zeigte in einer Ausstellung ihr Gesamtwerk von 1925 und lud in Deutschlands tiefstgelegenes Kino ein. Die Bergbaukrise, die Ende der 1950er Jahre einsetzte, bedeutete das Ende der Attraktion. 1958 hatten noch 16.700 Personen das Schaubergwerk besucht, ein Jahr später musste es schließen und kurz darauf wurden die Tagesanlagen abgerissen.
In den 90er Jahren wurde die rechte Hälfte des Werkstatthauses zur "Eventhalle" umfunktioniert und die linke Hälfte für gewerbliche Nutzung umgebaut.
Die aktuellen Bebauungspläne der Stadt Oberhausen und die Pläne des Eigentümers des ehemaligen Zechengeländes sehen eine Begrünung, neue Fahrradwege, neue Dienstleistungs-, Einzelhandels- und Wohngebäude vor, in deren Mitte "unser"
SCHACHT 1 neben dem HOSTEL VERITAS die Hauptbausteine eines Naherholungs-, Entertainment- und Dienstleistungsareals sein werden. So glauben und hoffen wir zumindest....
And the story will go on !
Quelle und Bild, so wie viele, weitere, spannende Informationen unter: oberhausen-rheinland.de